Digitalisierung und Pharma

Digitale und mobile Kommunikation durchdringt immer mehr unser Leben und gehört somit zum wichtigen Arsenal im Kommunikationsköcher vieler Marken. Aber bisher nicht so im Pharma bzw. Healthcare-Bereich. Hier wird durchschnittlich gerade mal 3% des Marketingbudgets auf digitale Kanäle verwandt.

Klar- das iPad hat in kürzester Zeit auch die Welt des Pharma-Vertriebs verändert.

In einer Welt in der bis dato Veränderungen sehr langsam vor sich gingen, wurde das iPad sehr schnell zum mainstream-support-tool. Höchste Zeit also auch in anderen Bereichen voranzuschreiten, vor allem in der strategischen Ausrichtung der Kommunikation. Weg vom traditionellen One-way-Marketing hin zu dialogorientiertem, interaktivem Marketing.

Im Consumer-Marketing hat dieser Wandel schon viel stärker stattgefunden, hier geht es darum, Kunden im Web mit Social Media und Experience-Marketing zu involvieren. Natürlich gibt es dort auch noch Anzeigen, TV und anderen markenbildende Maßnahmen.

Wir im Pharma / Healthcare Bereich müssen mit unserer eigenen Version dieses Wandels klar kommen. iPads und Co bieten die Chance auf eine eng verknüpfte Welt, bei der ihr Marketing, Sie und ihre Kunden auf ganz neue Art zusammen spielen. Das ist mehr als CR,- wir alle kennen CRM,- das ist Turbo-CRM.

Statisitiken über die betrachteten Seiten sind aber nicht ausreichend – obwohl es eine Komponente ist. Und auch Datenanalyse nicht, wenn sie nicht zu einer aktiven Veränderung unserer Kommunikation führt.

Stellen Sie sich vor, ihre iPad Messungen deuten darauf hin, dass ihre Kunden an ganz spezifischen vertiefenden Informationen interessiert sind, die Sie so nicht erwartet haben. Sie sollten also die Möglichkeit einbauen, Fragen zu stellen und diese aufzeichnen. Der gesammelte Fragenkatalog gelangt dann über die abendliche Synchronisation des iPads auf den Server und gibt Ihnen aktives, tagesaktuelles Feedback darüber, was Ihre Kunden wirklich interessiert, was sie denken, was sie bewegt. Sie können umgehend reagieren und verbessern und damit auch ein gutes Verhältnis mit dem Aussendienst aufbauen.

Das ist nur das einfachste Szenario, Kunden können viel mehr werthaltige und nützliche Informationen erhalten, wenn an allen Kontaktpunkten solche Feedbackmechanismen und Dialogchancen eingebaut werden, in der Website, im E-Mailing und in den Präsentationen.

Touchpoint Analysen helfen und geben die Möglichkeit der Verlinkung, Abstimmung und der Auswahl des wirksamsten Marketing Mixes. Da kann dann auch einfacher der Return on Investment und die Zielerreichung gemessen werden.
Es ist eine große Chance für das Pharmamarketing. Es ist die richtige Zeit dafür. Ein solches Vorgehen liefert nicht nur Rückmeldungen, es erhöht die Effizienz, es involviert Kunden und kreiert damit ein intensiveres Verhältnis von Kunden und Marke. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Marke verschrieben oder gekauft wird, steigt damit.